Die Mitglieder der Expertenkommission

Prof. Dr. Holger Bonin

Forschungsdirektor am Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) Bonn und Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Kassel

Prof. Dr. Holger Bonin ist seit Mai 2019 Mitglied der von der Bundesregierung berufenen Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI).

Holger Bonin ist Forschungsdirektor am Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) in Bonn. Zudem lehrt er als Professor für Volkswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik an der Universität Kassel.

Nach einer finanzwissenschaftlichen Promotion an der Universität Freiburg war er als ­Senior Research Associate für das IZA tätig. Anschließend übernahm er die ­Leitung des Forschungsbereichs „Arbeitsmärkte, Personal­management und Soziale ­Sicherung“ am ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung.

Die empirisch ausgerichtete Forschung von Holger Bonin befasst sich insbesondere mit den Auswirkungen von Digitalisierung und demografischem Wandel auf die Beschäftigung und die Anforderungen im Berufsleben, sowie mit der Wirksamkeit sozialpolitischer ­Instrumente, insbesondere in den Bereichen Arbeitsmarkt- und Familienpolitik.

Holger Bonin engagiert sich stark in der wissenschaftlich basierten Politikberatung. So ist er derzeit Mitglied der Plattform „Digitale Arbeitswelt“ des Expertenbeirats zum Fachkräftemonitoring des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und gehörte der Unabhängigen Expertenkommission für den 2. Gleichstellungsbericht der Bundesregierung (2016-2018) an. 

Er ist optiertes Mitglied des wirtschaftspolitischen Ausschusses, des sozialpolitischen Ausschusses und des bevölkerungswissenschaftlichen Ausschusses im Verein für Socialpolitik.

Prof. Dr. Irene Bertschek

Leiterin des Forschungsbereichs Digitale Ökonomie am ZEW Mannheim und Professorin an der Justus-Liebig-Universität Gießen

Prof. Dr. Irene Bertschek ist seit Mai 2019 Mitglied der von der Bundesregierung berufenen Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI).

Am ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim leitet Irene Bertschek seit 2001 den Forschungsbereich „Digitale Ökonomie“. Zudem hat sie seit 2017 die Professur „Ökonomie der Digitalisierung“ an der Justus-Liebig-Universität Gießen inne.

Nach ihrem Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universität Mannheim (Diplom) und der Université catholique de Louvain, Louvain-la-Neuve, Belgien (Master of Arts), mit den Schwerpunkten Ökonometrie und Industrieökonomik, promovierte Irene Bertschek im Rahmen des European Doctoral Program an der Université catholique de Louvain. In dieser Zeit verbrachte sie Forschungsaufenthalte am CREST-INSEE in Paris und an der HumboldtUniversität zu Berlin. Seit 1999 ist sie am ZEW tätig. Von 2011 bis 2017 war sie Professorin für Angewandte Empirische Wirtschaftsforschung an der Universität Mannheim.

In ihren Forschungsarbeiten befasst sich Irene Bertschek mit der Frage, wie die Digitalisierung wirtschaftliche Prozesse verändert und wie sie sich auf die Produktivität und das Innovationsverhalten von Unternehmen auswirkt. Ihre Methodenkompetenz liegt in der angewandten Mikroökonometrie und der Analyse von Unternehmensdaten.

Sie arbeitet in zahlreichen nationalen und internationalen wirtschaftswissenschaftlichen Forschungs- und Beratungsprojekten mit und ist in verschiedenen Gremien und Arbeitskreisen vertreten, die sich mit der Digitalisierung der Wirtschaft befassen.

Prof. Dr. Uwe Cantner (Vorsitzender)

Professor für Volkswirtschaftslehre/Mikroökonomik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena

Herr Professor Cantner ist seit Dezember 2015 Mitglied der von der Bundesregierung berufenen Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI). Im Frühjahr 2019 hat er den Vorsitz der Kommission übernommen.

Er hat den Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre/Mikroökonomik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena inne, an der er auch Vizepräsident für wissenschaftlichen Nachwuchs und Gleichstellung ist. Weiterhin ist er Professor für Volkswirtschaftslehre an der Syddansk Universitet Odense, Dänemark.

Herr Cantner unterrichtete als Gastprofessor am Collegio Carlo Albert in Turin sowie an verschiedenen Universitäten in Frankreich. Er stand und steht verschiedenen Gremien vor. So war er in den Jahren 2013/2014 Präsident der International Joseph A. Schumpeter Society, von 2005 bis 2011 stellvertretender Vorsitzender des Governing Boards des DIME EU-Exzellenznetzwerkes (Dynamics of Institutions and Markets in Europe) und von 2012 bis 2016 Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirates am Institut für Wirtschaftsforschung Halle. Heute ist Herr Cantner u.a. Sprecher des DFG-(Nachfolge)-Graduiertenkollegs „The Economics of Innovative Change“ und des Doktorandenprogramms „The Economic Impact of Digital Transformation“ an der Universität Jena.

Weiterhin ist er Mitglied der Wissenschaftlichen Kommission des Mannheimer Innovationspanels am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, Direktor der Jenaer Graduiertenschule „Human Behaviour in Social and Economic Change“, Direktoriumsmitglied des „Schumpeter-Zentrum zur Erforschung des sozialen und ökonomischen Wandels“ und Mitglied der Wissenschaftlichen Kommission der Einstein-Stiftung Berlin.

Herr Cantner ist Herausgeber des Journal of Evolutionary Economics sowie Mitherausgeber diverser weiterer Publikationen. Bisher veröffentlichte er sechs Bücher und mehr als einhundert wissenschaftliche Aufsätze in internationalen Journalen. Er hat an den Universitäten Augsburg und Detroit studiert, an der Ludwig-Maximilians-Universität München promoviert und sich an der Universität Augsburg habilitiert.

Die Forschungsarbeiten von Herrn Cantner befassen sich mit innovationsökonomischen ­Fragestellungen aus der Entrepreneurship- und Gründungsforschung, der Cluster-, Netzwerk- und Transferforschung, der Industrial Dynamics, des radikalen und transformativen Wandels, der Wissenschafts- und Hochschulforschung, der Indikatorik sowie der Forschungs- und Innovationspolitik.

Prof. Dr. Carolin Häussler

Inhaberin des Lehrstuhls für Organisation, Technologiemanagement und Entrepreneurship an der Universität Passau

Prof. Dr. Carolin Häussler, MBR, ist seit Mai 2019 Mitglied der von der Bundesregierung berufenen Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI).

Seit 2011 ist sie Inhaberin des Lehrstuhls für Organisation, Technologiemanagement und Entrepreneurship an der Universität Passau. Zudem leitet sie dort seit 2011 das von ihr ins Leben gerufene International Center for Economics and Business Studies. In der Lehre widmet sie sich intensiv dem Aufbau interdisziplinärer Studienprogramme im Bereich „Digital Technology and Entrepreneurship“.

Professor Häussler hat Betriebswirtschaftslehre an der LMU München und als Sloan Fellow am Massachusetts Institute of Technology studiert. Zudem hat sie als Studentin und später als Dozentin am Center for Digital Technology and Entrepreneurship der TU und LMU München gewirkt. Sie hat an der LMU München promoviert und dort den Preis der Universitätsgesellschaft der Ludwig-Maximilians-Universität München für eine herausragende Dissertation erhalten. Dort hat sie sich auch mit einer Arbeit zu „Incentives, Preferences and Opportunities in Innovation Processes“ habilitiert. Gastforschungsaufenthalte führten sie mitunter an die Stanford University.

Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Innovationsforschung und Entrepreneurship. Die Gen-Schere CRISPR/CAS, die schnell voranschreitende Digitalisierung oder die zunehmend öffentliche Wissenschaft – die sogenannte Open Science – sind nur einige Beispiele wie Forschungsfortschritte die Lebens- und Wirtschaftswelt laufend verändern. Professor Häussler interessiert, an welchen Schnittstellen dies geschieht und wie neue Erkenntnisse in neue Technologien übertragen werden. Insbesondere untersucht sie die Schnittstellen zwischen Universitäten, Entrepreneuren, großen Unternehmen oder gar politischen Entscheidern, um diese künftig zu optimieren.

Ihre Arbeiten sind in zahlreichen namhaften Zeitschriften publiziert bzw. durch zahlreiche Preise ausgezeichnet worden. Als wissenschaftliche Beraterin ist sie für eine Reihe von öffentlichen und privaten Organisationen und als Mentorin für einige Start-ups tätig.

Prof. Dr. Katharina Hölzle (stv. Vorsitzende)

Professorin für Technologiemanagement und Arbeitswissenschaft sowie Institutsleiterin des Instituts für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement (IAT) der Universität Stuttgart und des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO)

Prof. Dr. Katharina Hölzle, MBA, ist seit Juli 2018 Mitglied der von der Bundesregierung berufenen Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) und seit Mai 2019 stellvertretende Vorsitzende.

Seit April 2022 ist sie Professorin für Technologiemanagement und Arbeitswissenschaft sowie Institutsleiterin des Instituts für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement (IAT) der Universität Stuttgart und des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO). Zuvor war sie von November 2019 bis März 2022 Professorin für IT-Entrepreneurship am Hasso-Plattner-Institut, Fakultät für Digital Engineering der Universität Potsdam und hatte von Mai 2011 bis Oktober 2019 den Lehrstuhl für Innovationsmanagement und Entrepreneurship der Universität Potsdam inne. Vor ihrer Rückkehr an die Universität war sie in der Halbleiter-, Managementberatungs- und eBusiness-Branche tätig. Sie hat zahlreiche Artikel zu den Themen Entrepreneurship, Innovations-, Technologie- und Projektmanagement in führenden internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht. Sie hat an der TU Berlin promoviert und habilitiert, ein Diplom des Wirtschaftsingenieurwesens vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und einen MBA von der University of Georgia, Athens, USA.

Sie lehrt Entrepreneurship, Innovations- und Technologiemanagement im Bachelor-, Master und Executive Masterbereich an nationalen und internationalen Universitäten. Von 2015 bis März 2022 war sie Herausgeberin der Fachzeitschrift 'Creativity and Innovation Management' (Wiley) und bleibt dort weiterhin als Senior Advisor involviert. Sie war Gastprofessorin an der University of International Business and Economics (UIBE) in Peking, an der University of Technology Sydney (UTS), und an der Macquarie Graduate School of Management in Sydney. Aktuell ist sie Mitglied des Auswahlkomitees für Promotionsstipendien der Fulbright-Kommission und ehemaliges Mitglied des Hightech-Forums der Bundesregierung.

Ihre Forschungsgebiete umfassen das Technologiemanagement, die digitale Transformation und soziotechnische Systeme in Gründung und Innovation. Sie berät Unternehmen in strategischen Fragen technologischer Innovationen und ist als Mentorin und Beirätin für verschiedene Start-ups tätig.

Prof. Dr. Till Requate

Professor für Innovation, Wettbewerbspolitik und Neue Institutionenökonomik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Prof. Requate ist seit Mai 2020 Mitglied der von der Bundesregierung berufenen Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI).

An der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel hat er die Professur für Innovation, Wettbewerbspolitik und Neue Institutionenökonomik inne.

Till Requate studierte zunächst Mathematik und Philosophie an der Universität Bielefeld, promovierte dort in Volkswirtschaftslehre mit einer Arbeit zu Spieltheorie und Industrieökonomik und habilitierte sich anschließend mit Schriften zur Umweltökonomie. Nach der Vertretung einer Professur für Wirtschaftstheorie an der Universität Oldenburg war er von 1996 bis 2002 Professor für Umweltökonomie an der Universität Heidelberg, leitete dort das interdisziplinäre Institut für Umweltökonomie und war von 1998 bis 2002 Sprecher des Graduiertenkollegs Umwelt- und Ressourcenökonomik.

Seit 2002 ist Till Requate Professor in Kiel, wo er von Mitte 2016 bis Mitte 2020 als Dekan die Geschicke der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät leitete. Neben der Umweltökonomie, insbesondere der Frage nach Innovationsanreizen durch umweltpolitische Instrumente, gehört auch die experimentelle Wirtschaftsforschung zu den Hauptforschungsgebieten von Till Requate.

Till Requate gewann mehrere Wissenschaftspreise, u.a. im Jahre 2004 den Eric-Kempe-Preis der European Association of Environmental and Resource Economists sowie 2013 den BestPaper-Award der Deutschen Gesellschaft für Gesundheitsökonomie. Neben zahlreichen Auslandsaufenthalten (u.a. an der University of California at San Diego, am California Institute of Technology sowie an der University of Wisconsin) fungierte Till Requate von 2013 bis 2018 als Editor-in-chief des Journal of Environmental Economics and Management und als Associate Editor verschiedener anderer ökonomischer Fachzeitschriften (u.a. European Economic Review, Resource and Energy Economics). Als Berater war er u.a. für die OECD, die Weltbank, die InWent sowie für verschiedene Ministerien tätig

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